- Synagoge von Essaouira
© Özgür Uludag
Jüdisches Gemeindeleben oder Gottesdienste finden in der Synagoge von Essaouira so gut wie nicht mehr statt.
Die Synagoge „Slat Lkahal“ in Essaouira wurde im Jahr 1850 gebaut und im Jahr 1859 eingeweiht. Neben Gottesdiensten fanden hier Hochzeiten, Trauergottesdienste, aber auch Sprachunterricht statt. Weil Menschen in Marokko hauptsächlich Arabisch sprechen, konnten hier Kinder zusätzlich Hebräisch lernen.
Bildergalerie Slat Lkahal
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Özgür UludagSlat LkahalMit den Emigrationswellen der jüdischen Bevölkerung Essaouiras zwischen 1948 und 1958 verlor die Synagoge an Bedeutung und wurde 1972 letztmals für einen Gottesdienst genutzt. Anschließend stand sie 38 Jahre lang leer und verfiel zusehends. Inzwischen wurde alles restauriert und steht für alle als Museum offen
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Bevor viele Jüdinnen und Juden zwischen den Jahren 1948 und 1958 aus Marokko nach Israel geflohen sind, gab es in Marokko viele Synagogen. Alleine in der Stadt Essaouira gab es mehr als 40 Synagogen, aber nur die Synagoge „Slat Lkahal“ stand für alle Jüdinnen und Juden offen. Darum heißt sie auch „Slat Lkahal“, was soviel heißt, wie: „Synagoge der Gemeinschaft“.
Im Jahr 1972 wurde sie das letzte Mal als Synagoge genutzt und stand danach 38 jahrelang leer. Erst im Jahr 2010 wurden die restaurierten und reparierten Räume für Touristinnen und Touristen wiedereröffnet. Jüdisches Gemeindeleben oder Gottesdienste finden hier aber so gut wie nicht mehr statt.